Die Regierung in Washington sucht laut einem Medienbericht die Unterstützung anderer Länder, um Iran wirtschaftlich den Garaus zu machen. Wie das Online-Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf US-Beamte schreibt, sollen die USA alle Länder, mit denen sie diplomatische Beziehungen pflegen, aufgerufen haben, den Handel mit Iran "unverzüglich und systematisch" einzustellen. Demnach habe US-Außenminister Marco Rubio den US-Botschaften weltweit angeordnet, den jeweiligen Ländern eine entsprechende offizielle Note zu übermitteln.
Nach Axios-Angaben erhielten einige Staaten detailliertere Forderungen. Unter solchen nannten die Quellen des Mediums die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman, Katar, Großbritannien, Deutschland, einige zentralasiatische Länder und die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong. Die örtlichen Behörden seien gebeten worden, sämtliche Filialen der iranischen Geldhäuser Melli und Saderat zu schließen – wegen deren angeblicher Verbindungen zur Armee der Wächter der Islamischen Revolution. Washington drohte Sanktionen an, sollten seine Forderungen nicht erfüllt werden. Die Strafmaßnahmen könnten nicht nur einzelne Unternehmen oder Personen, sondern auch Länder treffen.
Inzwischen spitzte sich der Konflikt im Nahen Osten erneut zu. Am Dienstag griffen die USA und Iran sich erneut gegenseitig an. Die US-Streitkräfte attackierten nach Angaben des zuständigen US-Militärkommandos CENTCOM mehrere Ziele, darunter Luftabwehrstellungen und Radarsysteme. Der erneute Beschuss sei eine Antwort auf versuchte iranische Angriffe auf Handelsschiffe und US-Ziele in der Region, hieß es. Iran warf den USA vor, auch zivile Gebiete angegriffen zu haben. Die iranische Revolutionsgarde flog danach Angriffe in der Golfregion. Kuwait und Bahrain wehrten mehrere Drohnenangriffe aus Iran ab. Auch Jordanien geriet unter Beschuss. Dort wurden mehrere ballistische Raketen abgefangen.
Mehr zum Thema – Trump: Iran-Krieg ist für USA "relativ klein" – Ukraine kostete deutlich mehr