Das Statistische Bundesamt hat die Inflationsrate für August vorläufig geschätzt und kam auf 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach 2,8 Prozent im Juli. Damit haben die Preise weiter angezogen. Im September muss dann vermutlich mit 3 Prozent oder mehr gerechnet werden.
Dabei liegt der Hauptanstieg, was nicht überraschen sollte, derzeit bei den Energiekosten, die im Vergleich zum Vorjahr bereits um 10,5 Prozent gestiegen sind. Hier sind auch die Prognosen besonders ungünstig. So dürften die Preise für Erdgas noch deutlich weiter anziehen, sollte versucht werden, die derzeit nur teilweise gefüllten Erdgasspeicher aufzufüllen.
Ohne Energie und Nahrungsmittel liegt die vorläufige Inflationsrate bei 2,4 Prozent. Die Nahrungsmittel allerdings gehören aktuell nicht zu den Preistreibern. Hier liegt der Wert für August 2026 nur um 0,1 Prozent über jenem für August 2025. Im Juli lag der Preiszuwachs in diesem Bereich noch bei 0,4 Prozent. Bei den Dienstleistungen verhält es sich ähnlich. Hier sank die Preisdifferenz gegenüber dem Vorjahresmonat von 3,1 Prozent im Juni auf 2,8 Prozent.
Solange der US-Krieg gegen Iran weitergeht, dürfte auch keine Erholung bei den Energiekosten zu erwarten sein, im Gegenteil. Nachdem viele Länder ihre strategischen Reserven nutzten, um die Treibstoffpreise stabil zu halten, ist das nun kaum mehr möglich.
Die Deutschen jedenfalls dürfen neben den beträchtlichen Kosten, die ihnen die diversen Sparprogramme der Bundesregierung aufbürden, auch weiterhin mit einer steigenden Inflationsrate rechnen.
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