Volkswagen hat im dritten Quartal einen Nettoverlust von 5,82 Milliarden Euro verbucht. Als wesentlichen Grund nannte der Konzern Sondereffekte in Höhe von 7,8 Milliarden Euro.
Belastet wurde das Ergebnis zudem durch das schwache Marktumfeld in China, den weltweit zunehmenden Preis- und Wettbewerbsdruck sowie den gestiegenen Anteil margenschwächerer Elektroautos am Absatz. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,3 Prozent auf rund 75,28 Milliarden Euro.
Besonders stark ins Gewicht fiel eine Abschreibung auf den Firmenwert der Sportwagentochter Porsche in Höhe von rund 6,4 Milliarden Euro. Die Wertberichtigung ist zwar nicht zahlungswirksam, belastet aber den operativen Gewinn von Volkswagen erheblich. Hintergrund sind gesunkene Erwartungen an die künftige wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns.
Bereits im Vorjahresquartal hatte Volkswagen einen Fehlbetrag von gut 1,07 Milliarden Euro verbucht. Auch damals gehörte die Krise bei Porsche zu den Hauptgründen für den Quartalsverlust. Die einst besonders profitable Luxusmarke steckt seit Längerem in Schwierigkeiten. Belastend wirkten der Einbruch der Autoverkäufe in China, die US-Zollpolitik sowie Kurskorrekturen bei der Elektroauto-Strategie. Zuletzt hatten sich die Geschäftszahlen von Porsche jedoch stabilisiert.
Das VW-Management um Konzernchef Oliver Blume hatte die Gewinnprognose für das laufende Jahr bereits Mitte September deutlich gesenkt. Demnach dürfte die operative Gewinnmarge höchstens noch ein Prozent betragen. Zuvor hatte Volkswagen eine Spanne von 4,0 bis 5,5 Prozent erwartet. 2025 hatte die operative Rendite bei 2,8 Prozent gelegen.
Volkswagen rechnet für dieses Jahr mit einem Umsatz von rund 315 Milliarden Euro. Das entspricht einer stabilen Entwicklung, nachdem der Konzern seine Prognose im Juli gesenkt hatte. Zuvor hatte VW ein Umsatzplus von bis zu drei Prozent einkalkuliert.
Unterdessen verhandelt der Konzern noch vor Jahresende mit den Arbeitnehmervertretern über einen weiteren deutlichen Stellenabbau. Blume will die Produktionskapazitäten weiter reduzieren. Rechnerisch könnten dadurch weitere 50.000 Arbeitsplätze im Gesamtkonzern wegfallen. Bereits vereinbart ist, bis Ende des Jahrzehnts 50.000 Stellen abzubauen.
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