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Russisches Außenministerium: Warnung an Ausländer, Kiew zu verlassen, bleibt aktuell

Die Empfehlung des russischen Außenamtes an Ausländer, die ukrainische Hauptstadt zu verlassen, bleibe weiterhin relevant. Dies hat die Sprecherin der Behörde, Maria Sacharowa, bekräftigt. Im Mai warnte Moskau vor Vergeltungsschläge auf Militärobjekte in Kiew als Folge des ukrainischen Angriffs auf das Studentenwohnheim in Starobelsk.
Russisches Außenministerium: Warnung an Ausländer, Kiew zu verlassen, bleibt aktuellQuelle: Sputnik © Natalja Selewjorstowa

Die Warnung des russischen Außenministeriums an Vertreter der diplomatischen Missionen und Ausländer, Kiew im Zusammenhang mit den russischen Schlägen auf Militärobjekte zu verlassen, bleibe weiterhin aktuell. Dies erklärte Maria Sacharowa, die Sprecherin des Außenamtes, am Dienstag bei einer Pressekonferenz am Rande des Östlichen Wirtschaftsforums in Wladiwostok. Sie wies darauf hin, dass Moskau bereits im Mai ausländische Bürger in Kiew, einschließlich Diplomaten, zur Evakuierung aufgerufen habe. Grund dafür sei "der Übergang der russischen Streitkräfte zu systematischen und konsequenten Angriffen auf die militärische Infrastruktur der Ukraine". Sie betonte, dass es sich dabei um Moskaus Reaktion auf die Intensivierung der ukrainischen Angriffe auf Wohngebiete und zivile Infrastruktur in russischen Regionen handele.

Die Warnung war ursprünglich am 25. Mai ergangen, nach dem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte in der Nacht zum 22. Mai auf das Studentenwohnheim in der Stadt Starobelsk in der Volksrepublik Lugansk. Infolge der Attacke kamen 21 Zivilisten ums Leben und mehr als 60 wurden verletzt.

In einer offiziellen Stellungnahme betonte das russische Außenministerium, dass es sich bei dem Angriff um eine grobe Verletzung des Völkerrechts gehandelt habe. In diesem Zusammenhang kündigte Moskau systematische Angriffe gegen Objekte der ukrainischen Rüstungsindustrie und Kommandostellen in der ukrainischen Hauptstadt an. "Da oben genannte Objekte über ganz Kiew verteilt sind, informieren wir ausländische Bürger, darunter das Personal von diplomatischen Vertretungen und internationalen Organisationen über die Notwendigkeit, die Stadt möglichst schnell zu verlassen", hieß es in der Erklärung. 

Am selben Tag telefonierte Russlands Außenminister Sergei Lawrow mit seinem US-Amtskollegen Marco Rubio. Dabei gab Lawrow bekannt, dass die russische Armee mit systematischen Schlägen gegen militärische Objekte in Kiew begonnen habe. Damit reagiere Moskau "auf die andauernden Terroranschläge des Kiewer Regimes gegen Zivilisten und zivile Objekte auf russischem Territorium".

Am 26. Mai 2026 merkte Maria Sacharowa an, dass eine Warnung vor den Angriffen auf Militärziele in Kiew notwendig sei, um die internationale Gemeinschaft zu informieren und so spätere Anschuldigungen gegen Moskau zu vermeiden.

Als Reaktion auf den Aufruf der russischen Behörden betonte die Europäische Union, dass sie ihre diplomatische Vertretung in Kiew nicht evakuieren werde. Anita Hipper, die Sprecherin der EU-Kommission, erklärte, dass die EU "ihre diplomatische Präsenz in Kiew aufrechterhalten" und "ihre militärische Unterstützung für die Ukraine sogar noch verstärken" werde.

Auch die US-Botschaft in Kiew weigerte sich, ihr Personal zu evakuieren. "Die US-Botschaft ist geöffnet. Unsere Arbeit läuft unverändert weiter", hieß es in einer Erklärung auf X.

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