
Aufsichtsrat von Volkswagen beschließt Sparmaßnahmen – 50.000 Jobs betroffen

Der Aufsichtsrat des VW-Konzerns hat sich am Donnerstagabend überraschend auf ein Sparpaket geeinigt. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen, teilte der Konzern mit, ohne weitere Details zu nennen.
Wie Medien übereinstimmend berichten, umfasst der Beschluss die Streichung von 50.000 Arbeitsplätzen in den kommenden Jahren. Außerdem steht die Zukunft von vier VW-Werken auf der Kippe: Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm. Hier könne gestaffelt ab 2031 bis 2034 keine "wettbewerbsfähige Folgebelegung" gewährleistet werden, teilte VW mit. Für diese Werke würden "parallel und ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft".

Im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung war erwartet worden, dass kein Kompromiss erzielt wird und die Mehrheit die Vorlage des Vorstands ablehnt. Mit welchen Regelungen eine einstimmige Zustimmung erzielt werden konnte, ist zur Stunde nicht bekannt.
Die Arbeitnehmerseite zählt laut Süddeutscher Zeitung in einer schriftlichen Stellungnahme lediglich die Erfolge auf: Man habe eine "gefährliche Eskalation" des Konflikts verhindert, alle hätten sich aufeinander zubewegt, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme von IG-Metall-Chefin Christiane Benner und VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo. Kein Werk sei aufgegeben worden, eine Ausgliederung der Kernmarke Volkswagen Pkw und der VW-Komponente sei vom Tisch und ein "Angriff" auf die Mitbestimmungsstrukturen damit erfolgreich abgewehrt. Von den 50.000 zusätzlich abgebauten Stellen ist in der Stellungnahme keine Rede. "Wir sehen die Herausforderungen, vor denen der Konzern steht, und sind bereit, Verantwortung zu übernehmen", heißt es lediglich.
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