
Neuer Tiefpunkt: CDU/CSU stürzen bundesweit auf 18 Prozent

Nur eine Woche nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gerät die Union bundesweit weiter unter Druck. In der aktuellen YouGov-Sonntagsfrage fällt CDU/CSU auf ein historisches Tief: Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, kämen die Unionsparteien nur noch auf 18 Prozent – zwei Punkte weniger als im August.

An der Spitze liegt weiterhin die AfD. Sie legt einen Prozentpunkt zu und erreicht 29 Prozent. Damit liegt sie elf Punkte vor der Union. Auch die Grünen können zulegen und kommen auf 16 Prozent (+1). Die SPD verbessert sich ebenfalls leicht auf 13 Prozent (+1). Die Linke verliert dagegen zwei Punkte und fällt auf zehn Prozent.
FDP und BSW bleiben an der Fünfprozenthürde. Die FDP verharrt bei fünf Prozent, während das BSW um einen Punkt auf vier Prozent zulegt.
Eine aktuelle INSA-Umfrage für die Bild bestätigt das Kräfteverhältnis. Auch hier liegt die AfD mit 29 Prozent deutlich vor der Union, die auf 19,5 Prozent kommt. Die Grünen erreichen 14 Prozent, die SPD 12,5 Prozent und die Linke 10,5 Prozent. FDP und BSW liegen mit 4,5 beziehungsweise 3,5 Prozent unter der Fünfprozenthürde.
Damit zeichnet sich in beiden Umfragen ein ähnliches Bild ab: Die AfD liegt deutlich vor der Union, während CDU und CSU weiter an Zustimmung verlieren.
Zugleich hält laut YouGov weiterhin eine Mehrheit der Befragten die AfD für "rechtsextrem". 59 Prozent vertreten diese Einschätzung, während 30 Prozent widersprechen. Im Vergleich zu Mai 2025 hat sich das Ergebnis damit kaum verändert.
Deutlich verändert hat sich dagegen die Haltung zur sogenannten Brandmauer. 51 Prozent sind inzwischen der Meinung, dass andere Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht grundsätzlich ausschließen sollten. Im August waren es noch 44 Prozent. Umgekehrt sprechen sich 40 Prozent für einen grundsätzlichen Ausschluss einer Zusammenarbeit aus – sechs Prozentpunkte weniger als im Vormonat.
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