
Sachsen-Anhalt: CDU will Bürgermeister wegen AfD-Spende aus der Partei ausschließen

Die CDU in Sachsen-Anhalt hat ein Parteiausschlussverfahren gegen den Kommunalpolitiker Bernd Prange eingeleitet. Der langjährige Bürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe im Landkreis Stendal hatte der AfD vor der Landtagswahl im September insgesamt 10.000 Euro gespendet und öffentlich dazu aufgerufen, die Partei zu wählen. Das berichtet die Junge Freiheit am Donnerstag.
"Trotz der öffentlichen Verkündigungen hat er seinen Austritt aus der CDU nicht erklärt", sagte der Stendaler CDU-Kreisvorsitzende Chris Schulenburg. Der Kreisvorstand habe deshalb beim Parteigericht den Ausschluss Pranges beantragt. Als Gründe nannte er die AfD-Spende und Pranges Beitritt zur AfD-Kreistagsfraktion.

Ob Prange tatsächlich aus der CDU ausgeschlossen wird, muss nun das Parteigericht entscheiden. Der Unternehmer hatte im August mit einem offenen Brief für Aufsehen gesorgt. Darin bestätigte er zwei Spenden von jeweils 5.000 Euro an die AfD und erklärte, bei der Landtagswahl selbst für die Partei stimmen zu wollen. Zugleich warf er der CDU vor, sich zunehmend nach links zu bewegen und ihre konservativen Grundüberzeugungen aufzugeben.
Prange erklärte, er wolle mit einem starken AfD-Ergebnis bei der Landtagswahl einen Kurswechsel der CDU erzwingen, die Brandmauer zu Fall bringen und Merz als Parteichef ablösen. Bereits im August hatte er klargestellt: "Ich will, dass sie mich rausschmeißen."
Anfang Oktober reiste Prange nach Berlin, um Merz persönlich zum Parteiausschluss aufzufordern. Da der Kanzler in der Ukraine war, kam es nicht zum Treffen. Stattdessen nahm Prange an einer AfD-Fraktionssitzung teil und traf Alice Weidel. Anschließend kündigte er seinen CDU-Austritt an. Prange ist seit dem Jahr 2010 Bürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe. Ein Parteiausschluss würde sein Amt nicht automatisch beenden.
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