Liveticker Ukraine-Krieg: Russland bereitet massive Angriffe auf Energieobjekte in Ukraine vor

30.08.2026 11:34 Uhr
11:34 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Weitere zwei Ortschaften im Gebiet Sumy befreit

SymbolbildSERGEI BOBYLJOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Sonntag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord die Ortschaften Weliki Prikol und Sadki im Gebiet Sumy unter seine Kontrolle gebracht und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Barilowka, Kijaniza, Nikolskoje, Welikaja Rybiza und Junakowka im selben Gebiet und Prikolotnoje, Gogino, Slatino, Isbizkoje, Nowoalexandrowka und Podsredneje im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner habe dabei mehr als 230 Armeeangehörige verloren. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 13 Autos und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Isjumskoje, Starowerowka, Gruschewka, Peski-Radkowskije, Malejewka und Prokopowka im Gebiet Charkow sowie Swjatogorsk und Karpowka in der DVR getroffen habe. Dabei seien mehr als 210 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus einen Transportpanzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und 20 Autos zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe seine Position an der vorderen Linie verbessert und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Raiskoje, Slawjansk, Kramatorsk, Nikanorowka, Nowossjolowka, Druschkowka und Kondratowka in der DVR getroffen. Die russische Behörde beziffert die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 240 Kämpfer. Der Gegner habe außerdem einen Transportpanzer, 26 Autos, zwei Geschütze und einen Mehrfachraketenwerfer verloren.
Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Ortschaften Beloserskoje, Andrejewka, Staroraiskoje, Wessjolaja Gora, Dobropolje, Slawjanka und Fedorowka in der DVR sowie Iwanowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Der Gegner habe bis zu 375 Armeeangehörige verloren. Ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, sieben Autos und drei Geschütze seien zerstört worden.
Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Omelnik, Wassinowka, Nikolskoje und Samoilowka im Gebiet Saporoschje sowie Prawda, Iwanowka und Gawrilowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Das russische Ministerium schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 340 Kämpfer. Zwei Autos seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Orechow, Juljewka und Preobraschenka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 30 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem 16 Autos, eine Haubitze und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf einen Startplatz für Marschflugkörper des Typs Flamingo, militärisch relevante Energieanlagen und Logistikzentren, eine Munitionsfabrik, Dronenwerke und 143 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den letzten 24 Stunden 14 Lenkbomben, fünf HIMARS-Raketen und 804 Drohnen abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 674 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 223.156 Drohnen, 670 Flugabwehrraketenkomplexe, 30.755 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.776 Mehrfachraketenwerfer sowie 36.316 Geschütze und Mörser verloren.
11:06 Uhr
Schäden durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 29. August bis 8 Uhr MESZ am 30. August 100 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 43-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe zudem sechs Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet keine Opfer unter der Zivilbevölkerung, berichtet dennoch über Sachschäden. Im Bezirk Belaja sei eine Energieanlage beschädigt worden. In der Siedlung Schtschokino seien ein Verwaltungsgebäude und drei Wohnhäuser zu Schaden gekommen. Weitere Einzelheiten gibt der Gouverneur nicht bekannt.
10:39 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 30 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 29. August 14 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Aljoschki — 5,
- Winogradowo — 2,
- Gornostajewka — 2,
- Nowaja Kachowka — 3,
- Radensk — 2.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Aljoschki, Korsunka, Nowaja Kachowka, Proletarka seien insgesamt zwölf Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
10:10 Uhr
Russland bereitet massive Angriffe auf Energieobjekte in Ukraine vor

SymbolbildSERGEI BOBYLJOW / Sputnik Das russische Verteidigungsministerium hat am Sonntag über weitere kombinierte Angriffe auf ukrainische Rüstungsunternehmen berichtet. Wie die Behörde auf Telegram schrieb, sei in Kiew ein Rüstungsunternehmen getroffen worden, dessen Lager zum Aufbewahren von Sprengstoffen genutzt worden sei. Der Gegner habe diese Sprengstoffe bei der Produktion von Drohnen und Munition verwendet.
Außerdem teilte das Ministerium in Moskau mit, dass das russische Militär damit begonnen habe, massive Angriffe auf ukrainische Energieobjekte vorzubereiten. Die Militärbehörde bezeichnete diese Maßnahme als Reaktion auf die andauernden ukrainischen Attacken auf zivile Infrastrukturobjekte und Energieanlagen in Russland.
09:35 Uhr
Einwohnerin des südrussischen Gebiets Rostow bei Drohnenattacke aus Ukraine verletzt
Die russische Luftabwehr hat in der vergangenen Nacht auch eine ukrainische Drohnenattacke auf das Gebiet Rostow im Süden des Landes abgeschlagen. Wie Gouverneur Juri Sljussar auf Telegram schreibt, seien über den Bezirken Tarassowski und Millerowo sowie der Bucht von Taganrog rund 15 unbemannte Luftfahrzeuge unschädlich gemacht worden. Berichte über Sachschäden liegen nicht vor.
Sljussar meldet aber eine Verletzte. Bei dem Opfer handele es sich um eine Einwohnerin des Bezirks Millerowo. Sie sei ins Krankenhaus eingeliefert worden. Weitere Einzelheiten gibt der Gouverneur nicht bekannt.
09:03 Uhr
Massive ukrainische Drohnenattacke auf Gebiet Leningrad: Brand in Ölraffinerie
In der zurückliegenden Nacht haben die ukrainischen Streitkräfte das Gebiet Leningrad im Nordwesten Russlands massiv mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Gouverneur Alexander Drosdenko gibt in seinen sozialen Medien bekannt, dass die russische Luftabwehr 62 ukrainische Drohnen abgeschossen habe.
Der Politiker meldet zwar keine Opfer unter der Zivilbevölkerung, berichtet aber über einen Brand einer Ölraffinerie. Demnach seien Drohnenteile auf das Gelände der Energieanlage in der Stadt Kirischi abgestürzt. Weitere Einzelheiten teilt Drosdenko nicht mit.
08:37 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 494 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Sonntagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Samstag bis 7 Uhr MESZ am Sonntag 494 gegnerische Drohnen abgefangen. Wie die Militärbehörde auf Telegram schreibt, seien die unbemannten Luftfahrzeuge über den Gebieten Leningrad, Brjansk, Belgorod, Kaluga, Kursk, Twer, Smolensk, Orjol, Pskow, Tula, Nowgorod und Rostow, der Region Krasnodar, dem Großraum Moskau, der Teilrepublik Krim sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
08:00 Uhr
DVR meldet 27 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 27 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 27 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 29. August bis 0 Uhr am 30. August (Ortszeit) wurde ein Zivilist verletzt. Durch den Beschuss wurden ein Wohnhaus, sechs zivile Infrastrukturobjekte und ein Löschfahrzeug beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk elf Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Ein Zivilist erlitt dabei Verletzungen. Zu Schaden kamen zwei Wohnhäuser, zwei zivile Infrastrukturobjekte und ein Minibus.
07:31 Uhr
Finnlands Präsident Stubb: Wirtschaftsdruck auf Russland beendet Ukraine-Krieg nicht

ArchivbildAlastair Grant / AP Der finnische Präsident Alexander Stubb rechnet nicht damit, dass Russland wegen wirtschaftlicher Probleme die Kampfhandlungen in der Ukraine beenden wird. Die Bild-Zeitung zitiert den Politiker mit den Worten:
"Man sollte niemals die Fähigkeit der Russen unterschätzen, wirtschaftlich schwierige Zeiten durchzustehen."
Um das zu verstehen, müsse man nur einen Blick zurück in die Sowjetzeit werfen, so Stubb. Den Ukraine-Krieg würde weder der Kurs des Rubels beenden noch ein Sturm auf Banken, die Inflation oder das Zinsniveau.
"Druck ist da, aber man muss verstehen, dass ein Land, das sich im Krieg befindet, viel mehr aushalten kann als ein Land, das sich nicht im Krieg befindet."
Außerdem geht der Staatschef des nordischen EU-Landes nicht davon aus, dass Russland die NATO attackieren wird. Er glaube nicht, dass Russland jemals das mächtigste Militärbündnis der Welt angreifen wollen würde, so Stubb im Gespräch mit der Bild. Die Abschreckung der NATO sei stärker "als die jeder anderen Militärmacht irgendwo auf der Welt". Sie beruhe auf Raketen, konventionellen Streitkräften und auf Atomwaffen. Für keine Macht der Welt ergebe es Sinn, die Entschlossenheit dieses Bündnisses auf die Probe zu stellen. Russland wolle aber Angst säen.
29.08.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


