Liveticker Ukraine-Krieg: Alle drei Kiewer Heizkraftwerke stellen Stromerzeugung ein

15.10.2026 15:00 Uhr
15:00 Uhr
Drei Kiewer Heizkraftwerke können keinen Strom mehr erzeugen
Nach Angaben des ukrainischen Nachrichtenportals Ekonomitscheskaja Prawda haben drei Heizkraftwerke in Kiew ihre Stromerzeugung vollständig eingestellt. Betroffen sind die Heizkraftwerke TEZ-5 und TEZ-6 sowie das Darnizkaja-Heizkraftwerk. Laut dem Portal deckten diese Anlagen den Großteil der Stromerzeugung für die ukrainische Hauptstadt ab.
Vor diesem Hintergrund dürfte sich die Stromversorgung im Winter weiter verschärfen. Selbst im optimistischsten Szenario könnten die Stromabschaltungen acht bis zehn Stunden täglich dauern. Bei starkem Frost und weiteren Schäden an der Energieinfrastruktur seien sogar Abschaltungen von bis zu 20 Stunden pro Tag möglich, heißt es in dem Bericht.
Bereits im August hatte der ukrainische Energieexperte Juri Koroltschuk erklärt, dass große Heizkraftwerke, die im Winter ganze Stadtviertel Kiews mit Wärme versorgen, bis zum Beginn der Heizperiode voraussichtlich nur zu 50 bis 70 Prozent wiederhergestellt werden könnten. Dadurch könnten die Temperaturen in den Wohnungen auf sehr niedrige Werte sinken.
Auch andere ukrainische Vertreter haben vor einem schwierigen Winter gewarnt. Ministerpräsident Sergei Korezki erklärte zuvor, dass der kommende Winter schwieriger werden könnte als der vorherige. Anfang September rief die Abgeordnete der Werchowna Rada, Solomija Bobrowskaja, die Bevölkerung dazu auf, sich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten, Kiew gegebenenfalls zu verlassen und Brennholz zu kaufen. Sergei Beskrestnow, Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, empfahl den Bürgern zudem, sich rechtzeitig mit Generatoren, Akkus und Benzin einzudecken.
14:50 Uhr
Lettlands Premier: Ein Bier weniger für Europäer – mehr Geld für Kiew?
Der lettische Ministerpräsident Andris Kulbergs hat die Europäer dazu aufgerufen, weniger Bier zu trinken, um zusätzliche Mittel für die Unterstützung der Ukraine bereitzustellen. Bei seiner Ankunft zum EU-Gipfel in Brüssel vor Journalisten sagte er:
"Die Unterstützung der Ukraine kostet Geld. Das entspricht einem Glas Bier pro Jahr oder sogar weniger für jeden Europäer. Das können wir uns leisten. Wir werden weniger trinken, und ihr Leben wird in Sicherheit sein."
Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Debatten im Westen über die Finanzierung der Ukraine-Hilfe. Neue Hilfspakete werden häufig erst nach langwierigen Diskussionen bewilligt. Zugleich fordern westliche Partner Kiew zunehmend auf, verstärkt eigene Finanzierungsquellen zu erschließen, um den ukrainischen Haushalt zu entlasten.
14:34 Uhr
Peskow: US-Friedensbemühungen scheitern an Kiews fehlender Bereitschaft zum Frieden
Die USA bemühen sich nach Angaben des Kremls intensiv um eine Beilegung des Ukraine-Konflikts. Diese Bemühungen scheiterten bislang jedoch am fehlenden Friedenswillen der ukrainischen Führung und von Präsident Wladimir Selenskij persönlich, erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow vor Journalisten.
Als Hindernis für die Friedensbemühungen nannte Peskow auch die anhaltenden ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien und andere Energieanlagen. Damit stelle sich Kiew nach seiner Darstellung den Bemühungen der USA entgegen. Peskow verwies in diesem Zusammenhang auf eine Äußerung des russischen Vizepremierministers Alexander Nowak vom Vortag, wonach die Ukraine faktisch kein Moratorium für Angriffe auf russische Energieanlagen eingehalten habe. Peskow sagte:
"Die Angriffe auf unsere Ölraffinerien und Energieanlagen wurden in den vergangenen Tagen fortgesetzt. Insofern gibt es hier nichts Neues."
Zuvor hatte Selenskij erklärt, das Verbot von Angriffen auf russische Ölraffinerien aufgehoben zu haben, obwohl die USA dazu aufgerufen hatten, solche Angriffe einzustellen.
14:25 Uhr
US-Senatoren: Trump hat die Ukraine verraten

US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Präsident Wladimir SelenskijUrheberrechtlich geschützt Zwölf US-Senatoren stellen sich gegen Trumps Kurs gegenüber Moskau. Sie fordern ihn auf, seine Entscheidung zur Lockerung der Sanktionen zurückzunehmen. Dieser Schritt schade den Sicherheitsinteressen der USA und sei ein Verrat am ukrainischen Volk.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.14:20 Uhr
FT: EU will Selenskij zu gemäßigterer öffentlicher Kritik an Trump bewegen
Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij dazu aufrufen, seine öffentliche Kritik an US-Präsident Donald Trump zurückzufahren. Sie befürchten, dass seine Äußerungen die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Washington und Kiew weiter verschlechtern könnten. Dies berichtet die Financial Times (FT).
Unter Berufung auf mit den Vorbereitungen des EU-Gipfels vertraute Quellen schreibt die Zeitung, die Botschaft der 27 EU-Staats- und Regierungschefs an Selenskij werde "mitfühlend, aber bestimmt" ausfallen. Sie soll ihm am 16. Oktober bei einem nicht öffentlichen Treffen am Rande des Gipfels in Brüssel persönlich übermittelt werden. Das Gipfeltreffen findet am 15. und 16. Oktober statt. Mit Blick auf Selenskijs Beschwerden sagte ein Gesprächspartner der Zeitung:
"Das mag stimmen, aber man muss nicht immer alles laut aussprechen."Der russische Außenminister Sergei Lawrow erklärte unterdessen am 15. Oktober, Selenskij fordere mit seiner Reaktion auf den "Diesel-Deal" zwischen Moskau und Washington Trump offen und auf grobe Weise heraus, während er zugleich weitere Waffen für Angriffe auf Russland verlange.
14:14 Uhr
Selenskij beklagt mögliche Probleme für die Ukraine durch Le Pens Partei
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat in einem Interview mit der Financial Times vor dem wachsenden Zuspruch für Parteien gewarnt, die eine Fortsetzung des Ukraine-Konflikts ablehnen und die Interessen der eigenen Bevölkerung stärker in den Mittelpunkt stellen wollen.
Anlass war eine Äußerung von Marine Le Pen, der Vorsitzenden des französischen Rassemblement National. Sie hatte erklärt, Paris habe kein Geld, um es Kiew zu überlassen. Selenskij warnte vor den möglichen Folgen eines Machtwechsels zugunsten solcher Parteien:
"Natürlich wird die Machtübernahme solcher Parteien zahlreiche Herausforderungen mit sich bringen. Nicht 'könnte', sondern wird. Das ist uns bewusst."
Zugleich betonte Selenskij, dass die Ukraine auch für Frankreich von Nutzen sei, da sie über militärische Erfahrung verfüge.
13:55 Uhr
US-Ex-Militär fordert Selenskij zur Flucht ins Ausland auf
Der pensionierte US-Stabsoffizier David Pyne hat den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij aufgefordert, ins Exil zu gehen. Damit reagierte er auf Selenskijs Ankündigung, das Verbot von Angriffen auf russische Ölraffinerien aufzuheben. Pyne schrieb im sozialen Netzwerk X:
"Selenskij sollte aufhören, den modernen Churchill zu spielen, und ins Exil gehen, um einer Strafverfolgung zu entgehen."
Der ehemalige Militärangehörige warf Selenskij vor, sich wie der Führer einer Atommacht zu verhalten, obwohl die Ukraine keine sei.
13:34 Uhr
Financial Times: USA schlagen Europa Freigabe eines Teils des eingefrorenen russischen Vermögens vor

SymbolbildPawel Lissitzin Die USA haben diese Idee bei einem jüngsten Treffen mit Unterhändlern aus Kiew und Europa in Miami unterbreitet, schrieb die Financial Times. Russische Milliarden sollen in eine von den USA kontrollierte Finanzstruktur überführt werden, um so die Friedensgespräche in Gang zu bringen.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.13:15 Uhr
Selenskij fordert Patriot-Raketen für Verzicht auf Raffinerieangriffe
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat seine Bereitschaft signalisiert, Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen, sofern die USA im Gegenzug eine Energie-Waffenruhe vereinbaren. Dies sagte er in einem Interview mit der Financial Times:
"Wenn Sie sich an uns wenden, um bei der Lösung dieser Situation zu helfen, werden wir als Partner natürlich helfen. Wir bitten Sie jedoch um eine Energie-Waffenruhe."
Sollte dies nicht möglich sein, wolle er Patriot-Raketen erhalten. Im selben Interview warf Selenskij US-Präsident Donald Trump vor, ihn wegen der Einschränkungen bei der Nutzung von Starlink getäuscht zu haben.12:53 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Donnerstag über den Verlauf der militärischen Spezialoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen 24 Stunden.
Wie es heißt, haben die Truppenverbände Nord, West, Süd, Mitte, Ost und Dnjepr den gegnerischen Einheiten entlang der gesamten Front Feuerschaden zugefügt.
Insgesamt wurden an den Frontabschnitten rund 1.105 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet. Darüber hinaus wurden zerstört oder getroffen:
- 94 Fahrzeuge,
- drei EloKa-Anlagen,
- fünf Artilleriegeschütze,
- acht gepanzerte Kampffahrzeuge,
- zwei Grad-Mehrfachraketenwerfer.
Russlands Streitkräfte führten einen kombinierten Angriff auf militärische Ziele an 145 Orten durch. Dabei kamen die operativ-taktische Luftflotte, Kampfdrohnen, Raketen und Artillerie zum Einsatz. Entlang der Frontlinie holte die Luftverteidigung vier weitreichende Marschflugkörper des Typs "Flamingo" und 342 ukrainische Starrflüglerdrohnen vom Himmel.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

