Liveticker Ukraine-Krieg: Ukrainische Drohne greift Zug mit Lokomotive-Fußballern an

26.10.2026 19:44 Uhr
19:44 Uhr
Gebiet Brjansk: Drei Verletzte bei Angriffen der Ukraine
Bei ukrainischen Angriffen auf das Gebiet Brjansk sind drei Menschen verletzt worden. Dies teilte der Gouverneur Jegor Kowaltschuk mit. In der Ortschaft Susemka wurde ein 49-jähriger Mann durch den Angriff einer feindlichen Kamikaze-Drohne verletzt. Die Siedlung Belaja Berjoska wurde mit Mehrfachraketenwerfern beschossen. Dabei wurden zwei 75-jährige Anwohnerinnen verletzt. Den Verletzten wird die notwendige medizinische Hilfe geleistet.
19:35 Uhr
Selenskij kündigt neue Dreiergespräche mit Russland und den USA an

Russland, die Ukraine und die USA wollen im November neue Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Krieges aufnehmen. Das bestätigte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij in einem am Sonntag ausgestrahlten Fernsehinterview. Nach Gesprächen mit US-Vermittlern hat auch Russlands Präsident Wladimir Putin seine grundsätzliche Zustimmung signalisiert.
Die russische Seite bestätigte ihre Bereitschaft zur Wiederaufnahme der Dreiergespräche. Als möglicher Verhandlungsort gilt Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein endgültiger Termin steht noch nicht fest. Selenskij drängt darauf, dass auch Europa einbezogen werden müsse.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
19:18 Uhr
Ukraine: Streit um russischsprachige Inschrift auf Grab eines Soldaten
In Kirowograd ist ein Streit um die russischsprachige Inschrift auf dem Grab des gefallenen ukrainischen Soldaten Iwan Petuchow entbrannt. Dies berichtet das ukrainische Medium Suspilne.
Inga Dudnik, die einer Arbeitsgruppe zur Gestaltung der Gedenkstätte angehört, fiel die Inschrift auf dem Grabmal auf dem Dalnewostotschny-Friedhof auf. Sie erklärt, die russische Inschrift verletze die Gefühle der Besucher. "Es ist eine Ehrenallee für Bestattungen. Dort sollte es einen einheitlichen Standard geben", sagt Dudnik, deren Tochter ebenfalls auf diesem Friedhof begraben liegt und in den ukrainischen Streitkräften gedient hatte.
Die Mutter des gefallenen Soldaten, Ella Petuchowa, hingegen erklärt, dass ihr Sohn immer Russisch gesprochen habe. Sie lehnt es ab, die Inschrift ersetzen zu lassen.
18:48 Uhr
Medwedtschuk: EU schürt antirussische Hysterie zur Bereicherung der Eliten
Großbritannien und die EU-Staaten würden antirussische Hysterie schüren, um die eigene Führungselite zu bereichern. Diese Ansicht vertritt Wiktor Medwedtschuk, Vorsitzender der Bewegung "Die Andere Ukraine" und ehemaliger Vorsitzender der in der Ukraine verbotenen Partei "Oppositionsplattform – Für das Leben".
Zuvor hatte SpaceX-Gründer Elon Musk auf X erklärt, die Ukraine werde dazu benutzt, Geld amerikanischer Steuerzahler zu waschen und politische Kampagnen in den USA zu finanzieren. Medwedtschuk kritisiert, dass die europäischen Länder die Korruption ignorieren und stattdessen an ihrer antirussischen Rhetorik festhalten.
Diese unterscheide sich kaum von der "zynischen Rhetorik" Wladimir Selenskijs, der Russland angeblich besiege – allerdings nur in den ihm unterstellten Medien. Zugleich wirft Medwedtschuk Europa wirtschaftlichen Niedergang und eine soziale Katastrophe vor.
"Der antirussische politische Bazillus hat die Ukraine praktisch zerstört und sich nun Europa zugewandt, das aus der ukrainischen Lektion nichts gelernt hat."
18:29 Uhr
Ukraine: Rekrutierungsbeamte ziehen Leichenwagenfahrer zur Mobilmachung heran
Im Gebiet Cherson haben Mitarbeiter des Territorialen Rekrutierungszentrums (TZK) einen Leichenwagenfahrer zur Mobilmachung herangezogen, bevor er einen Sarg mit einem Verstorbenen zum Friedhof bringen konnte. Ein Video von Augenzeugen, das im Telegram-Kanal "Sputnik Blischneje Sarubeschje" veröffentlicht wurde, zeigt die Szene.
Darauf sind zwei uniformierte und bewaffnete Mitarbeiter des TZK zu sehen, die neben dem Leichenwagen stehen und warten, bis der Sarg ausgeladen wird. Daraufhin kritisieren anwesende Frauen die Männer lautstark.
"Was ist nur aus euch geworden, Jungs? Habt ihr überhaupt noch ein Gewissen? Ihr jagt Autos hinterher! Ihr lasst ihn nicht einmal die zehn Kilometer fahren, um den Verstorbenen zum Friedhof zu bringen! Wir sind vor euch auf die Knie gefallen … Geht doch selbst in den Krieg! Ihr Unmenschen!"
Die Mitarbeiter des TZK antworten nicht und beobachten das Geschehen scheinbar ungerührt. Unterdessen müssen die Angehörigen den Sarg mit dem Verstorbenen in ein anderes Fahrzeug umladen.
18:08 Uhr
Anzahl von Toten nach Angriff auf Woronesch auf drei gestiegen
Die Anzahl von Menschen, die beim ukrainischen Drohnenangriff auf die Stadt Woronesch ums Leben gekommen sind, ist auf drei angestiegen, 39 weitere wurden verletzt. Dies berichtet der Gouverneur des Gebiets Woronesch, Alexander Gussew.
Zuvor hatte Gussew gemeldet, dass Kiews Militär die Stadt in der Nacht und am Frühmorgen des heutigen Montags angegriffen hatte. Laut seinen ursprünglichen Angaben wurden zwei Menschen getötet und 17 weitere, darunter ein Kind, verletzt. Zudem kam es in der Stadt zu Bränden und Zugverspätungen. Russlands Ermittlungskomitee leitete ein Verfahren wegen Terroranschlags ein.
17:53 Uhr
Serbischer Oppositions-Wahlsieger: Werden keine Sanktionen gegen Russland einführen
Serbien werde entgegen den Einschätzungen des scheidenden Präsidenten Aleksandar Vučić keine Sanktionen gegen Russland einführen, sagt Jovo Bakić, ein Vertreter der Partei "Studentenliste", die bei der jüngsten Parlamentswahl die Mehrheit der Stimmen erhielt. In einem Interview gegenüber RT Balkan erklärt er:
"Wir respektieren Russland sowohl als eine große Macht als auch als einen historisch wichtigen Partner und oft auch als einen Beschützer. In dieser Angelegenheit wird es keine Änderungen geben. Sanktionen, die das kleine Serbien gegen Russland einführen könnte, würden nichts ändern, doch symbolisch wäre das sehr schlecht."
Bakić fügte hinzu, dass Serbien auch nicht vorhabe, auf russisches Gas auf Druck der EU-Kommission zu verzichten. Der Politiker führte aus, dass die Regierung sich von den nationalen Interessen leiten lassen sollte, statt ausländische Akteure zu befriedigen.
Zuvor hatte der scheidende serbische Präsident Vučić gewarnt, dass die "Studentenliste" auf den bisherigen Kurs in den Beziehungen zu Moskau verzichten und Sanktionen gegen Russland im Frühling 2027 einführen könne.
17:46 Uhr
Ukrainische Drohne greift Zug mit Lokomotive-Fußballern an
Ein Zug mit Fußballern des Moskauer Fußballklubs Lokomotive ist bei Woronesch von einer ukrainischen Drohne angegriffen worden. Dies teilte der Journalist Iwan Karpow im Messengerdienst MAX mit. Seinen Angaben zufolge wurden fünf Menschen verletzt, einer von ihnen schwer. Das medizinische Personal der Mannschaft leistete den Verletzten Erste Hilfe. "Von den Lokomotive-Spielern wurde niemand getroffen", betonte Karpow.
Die Drohne habe einen Zugteil getroffen, der vier Waggons von dem Wagen entfernt gewesen sei, in dem die Fußballer saßen. Die Mannschaft war nach einem Spiel gegen Rostow auf dem Rückweg nach Moskau. Derzeit fährt sie mit dem Bus weiter in die Hauptstadt.
Zuvor war berichtet worden, dass bei einem ukrainischen Angriff auf Woronesch in der Nacht zum 26. Oktober ein Personenwagen beschädigt worden sei.
17:34 Uhr
Drohnen der Ukraine greifen Universität in Melitopol an
Die Staatliche Universität Melitopol im Gebiet Saporoschje ist von ukrainischen Drohnen angegriffen worden. Dies wird auf dem Telegram-Kanal "Mash na Donbasse" berichtet. Demnach wurden mehrere Universitätsgebäude beschädigt. Dabei gingen Fensterscheiben zu Bruch und es wurden Betonüberdeckungen sowie Wandplatten zerstört. Studierende und Mitarbeitende wurden dem Bericht zufolge nicht verletzt. Die Universität stellte auf Fernunterricht um.
17:17 Uhr
Ukrainischer Ministerpräsident stimmt Wirtschaft auf schlimmstes Szenario ein
Ukrainische Unternehmen sollten sich auf das "schlimmste Szenario" gefasst machen und in Anbetracht der russischen Angriffe alternative Produktionsstätten vorbereiten, sagt der Ministerpräsident des Landes, Sergei Korezki. Nach Angaben der Nachrichtenagentur RBC-Ukraina warnte Korezki bei einem Gespräch Vertreter der Wirtschaft:
"Ich würde Sie dringend bitten und Ihnen raten, gedanklich dem kritischsten Szenario zu folgen und rechtzeitig über alternative Produktionsflächen nachzudenken."
Zuvor hatte Korezki den Schaden durch russische Angriffe gegen Ziele in der Ukraine auf über 7,7 Milliarden US-Dollar eingeschätzt. Aus diesem Grund werde sich das Defizit des ukrainischen Staatshaushalts im laufenden Jahr um weitere 1,5 Milliarden US-Dollar vergrößern, so Korezki.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
