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Nach Netanjahus Wahlniederlage: Tausende demonstrieren für jüdisch-arabische Koalition

Am Samstag, dem 31. Oktober 2026, haben in Tel Aviv rund 2.000 Teilnehmer für die Bildung einer jüdisch-arabischen Koalition in der nächsten israelischen Regierung demonstriert. Etwa 200 Unterstützer des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu protestierten dagegen.

Hintergrund sind die Wahlen vergangene Woche: Keine der beiden großen politischen Gruppierungen verfügt allein über eine Mehrheit im Parlament. Netanjahus Bündnis gewann 53 Sitze, während die größte Oppositionsgruppe 48 Sitze errang. Die von arabischen Parteien angeführten Bündnisse erreichten insgesamt 19 Sitze. Eine Zusammenarbeit der Opposition mit den arabischen Parteien könnte somit eine Mehrheit von 67 Sitzen ermöglichen. Allerdings lehnen mehrere Oppositionsparteien eine solche Koalition bislang ab. Genau darauf zielten die gestrigen Proteste ab.

Sollte es niemandem gelingen, eine regierungsfähige Koalition zu bilden, könnten bereits Anfang nächsten Jahres Neuwahlen stattfinden. In anderen israelischen Städten kam es ebenfalls zu Demonstrationen für eine Zusammenarbeit, unter anderem in Jerusalem.

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